
St. Jakob-Park
Foto: Wikimedia Commons contributors · CC BY-SA
- Kapazität
- 38 512
- Eröffnungsjahr
- 2001
- Verein
- FC Basel 1893
- Land
- Schweiz
Übersicht
Über das Stadion
St. Jakob-Park ist ein Fußballstadion in der Schweizer Stadt Basel und gleichzeitig das größte Fußballstadion der Schweiz. Der Heimclub ist FC Basel, einer der erfolgreichsten Schweizer Vereine. Das Stadion wurde im Jahr 2001 eröffnet und wurde von dem weltbekannten Architekturbüro Herzog & de Meuron, das seinen Sitz direkt in Basel hat, entworfen. Die Kapazität beträgt 38.512 Plätze für Ligaspiele und 37.500 Plätze für internationale Matches. Die Einheimischen nennen es liebevoll Joggeli.
Lage und Umgebung
Das Stadion befindet sich am südöstlichen Rand von Basel im Stadtteil St. Johann, nahe der Grenze zu Deutschland. Das Gelände grenzt an ein Einkaufszentrum und einen Multifunktionskomplex, der Teil eines größeren Projekts zur Stadtentwicklung ist. Die Erreichbarkeit ist durch Tramverbindungen vom Stadtzentrum gewährleistet; die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Umgebung ist modern urban gestaltet, mit Geschäften und Restaurants direkt am Stadion.
Zweck
Das Stadion ist die primäre Heimat des FC Basel in der Schweizer Super League sowie in den europäischen Pokalen. Im Jahr 2008 war es einer der Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft, die gemeinsam von der Schweiz und Österreich veranstaltet wurde. Dank einer maximalen Kapazität von bis zu 60.000 Plätzen für Konzerte beherbergt das Stadion auch große Musikveranstaltungen und kommerzielle Events.
Geschichte
Reise durch die Zeit
Die Geschichte des Stadions reicht bis an die Wende des Jahrtausends zurück, als Basel beschloss, das veraltete ursprüngliche Stadion St. Jakob aus dem Jahr 1954 durch eine moderne Multifunktionsarena zu ersetzen.
Bau und Eröffnung
Das Projekt wurde von der Stadt an das Baseler Architekturbüro Herzog & de Meuron vergeben, das sich zu diesem Zeitpunkt noch international etablieren musste. Der Bau fand zwischen 1999 und 2001 statt, und das Stadion wurde im Jahr 2001 feierlich eröffnet. Die Architekten entwarfen eine kompakte, geschlossene vierttribunige Arena mit einer Glasfassade, die sich visuell von klassischen Betonarenen unterscheidet. Teil des Komplexes ist von Anfang an ein Einkaufszentrum und ein Hotel, die einen Teil der Betriebskosten des Stadions finanzieren.
Wesentliche Umbaumaßnahmen und EURO 2008
Die ursprüngliche Kapazität von 33.433 Plätzen wurde vor der Europameisterschaft 2008 auf 42.500 Plätze erhöht. Nach dem Ende des Turniers wurden einige Sitze entfernt, um mehr Platz zwischen den Plätzen zu schaffen, und die Kapazität stabilisierte sich auf 38.512 Plätze für Ligaspiele. Das Stadion erfüllte die strengen Anforderungen der UEFA und erhielt von der Vereinigung eine Bewertung von vier Sternen von fünf.
Denkwürdige Momente
Die EURO 2008 brachte Basel vier Gruppenspiele, darunter ein Match des gastgebenden Schweiz. Der FC Basel erlebte im Stadion zahlreiche unvergessliche europäische Nächte in der Champions League und der Europa League, darunter der historische Einzug in die K.o.-Phase gegen Manchester United in der Saison 2011/12.
Atmosphäre
Spieltag
Der St. Jakob-Park schafft bei voller Auslastung eine beeindruckende Atmosphäre, die durch die geschlossene Geometrie der vierttribunigen Arena mit überdachten Tribünen verstärkt wird.
Fangemeinschaft
Der FC Basel hat in der Schweiz die zahlreichsten und lautesten Fans. Der Sektor hinter dem Tor, die sogenannte Nordkurve, ist das Zentrum aktiven Fandaseins — Fahnen, Gesänge und organisierte Unterstützung sind bei jedem Heimspiel selbstverständlich. Die Fans, stolz auf rekordverdächtige 8 aufeinanderfolgende Meistertitel (2009–2017), tragen die Tradition des Clubs mit großer Ehrfurcht. Die internationale Zusammensetzung Basels als drittgrößte Stadt der Schweiz spiegelt sich auch in der Vielfalt der Zuschauerschaft wider.
Große Spiele
Die Finalrunde der EURO 2008 zog Fans aus ganz Europa ins Stadion und hob das Bewusstsein für Joggeli auf internationales Niveau. Der berühmteste Moment für den Club bleibt das Gruppenspiel der Champions League in der Saison 2011/12, als der FC Basel Manchester United 2:1 besiegte und als erster Schweizer Club aus der Gruppenphase der UCL aufstieg. Solche Abende verwandeln den St. Jakob-Park in einen lauten und emotionalen Schauplatz, auf den die heimischen Fans nicht verzichten möchten.
Praktische Infos
Das Stadion besuchen
Ein Besuch im St. Jakob-Park ist für Touristen und Fußballfans dank hervorragender Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Infrastruktur des Geländes bequem.
Anreise
- Mit der Tram: Linien 14 und 16, Haltestelle St. Jakob — direkter Anschluss vom Stadtzentrum Basels, die Fahrt dauert etwa 10 Minuten.
- Mit dem Bus: Regionale Verbindungen halten direkt am Gelände.
- Mit dem Auto: Parkplätze im angrenzenden Einkaufszentrum; Anfahrt über die Birsfelderstrasse.
- Zu Fuß: Vom Stadtzentrum Basel sind es etwa 30 Minuten entlang der Birs.
Tickets und Führungen
Tickets für die Spiele des FC Basel sind über die offizielle Webseite des Clubs oder an den Stadionkassen erhältlich. Große Spiele sind schnell ausverkauft, insbesondere bei europäischen Pokalabenden. Das Stadion bietet auch Führungen für die Öffentlichkeit an, die Hintergründe, den Spielertunnel und die Kabinen umfassen.
Tipps für Besucher
- Wann ankommen: mindestens 60 Minuten vor Spielbeginn, insbesondere bei europäischen Spielen.
- Was probieren: Schweizer Spezialitäten wie Rösti und regionale Biere sind direkt im Stadion erhältlich.
- Wo übernachten: Ein Hotel im Stadionkomplex ist eine einzigartige Wahl für internationale Besucher.
- Kombination mit einer Stadttour: Basel ist kompakt und bietet ein weltweit bekanntes Kunstmuseum, Architektur und den Rhein — ideal für einen Wochenendausflug.
Vereine & Teams
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