Stadion Léopolda Sédara Senghora
🇸🇳Senegal·Dakar

Stadion Léopolda Sédara Senghora

40 000Plätzeseit1985

Foto: Wikimedia Commons contributors · CC BY-SA

Kapazität
40 000
Eröffnungsjahr
1985

Übersicht

Über das Stadion

Stade Leopold Sedar Senghor ist ein Fußballstadion in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, eröffnet im Jahr 1985 mit einer Kapazität von ungefähr 60.000 Plätzen. Ursprünglich als Stade de l'Amitie (Stadion der Freundschaft) benannt, wurde es im Jahr 2001 zu Ehren von Léopold Sedar Senghor umbenannt -- dem ersten Präsidenten Senegals, einem renommierten Dichter und Mitbegründer der Philosophie der Négritude. Bis zur Eröffnung des Stade Abdoulaye Wade im Jahr 2022 diente es als das wichtigste Nationalstadion Senegals und als Heimatstadion der senegalesischen Fußballnationalmannschaft.

Lage und Umgebung

Das Stadion befindet sich im Stadtteil Léopold Sédar Senghor westlich des Zentrums von Dakar, in der Nähe der Atlantikküste. Dakar liegt an der westlichsten Spitze des afrikanischen Kontinents auf der Halbinsel Cap-Vert und ist eine der bedeutendsten Metropolen Westafrikas. Die umliegenden Gebäude sind teilweise Wohnviertel mit kommerziellen Zonen; das Stadion ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum aus leicht zu erreichen. Der Atlantische Ozean ist nur einige hundert Meter entfernt, und die angrenzenden Parks und die Promenade verleihen der Lage einen prominenten Charakter.

Verwendung

Das Stadion war jahrzehntelang Austragungsort für die Heimspiele der senegalesischen Nationalmannschaft, Qualifikationsspiele zur WM und AFCON sowie für kontinentalen Cup-Duellen. Neben dem Fußball war es auch Schauplatz für Leichtathletik, Boxen und andere Sportveranstaltungen. Nach der Eröffnung des moderneren Stade Abdoulaye Wade bleibt das Stadion aktiv -- hier finden weiterhin Ligaspiele der senegalesischen Ligue 1 sowie kulturelle und musikalische Veranstaltungen statt, wodurch es seine Rolle als zentralen Kulturraum Dakars behält.

Geschichte

Reise durch die Zeit

Stade de l'Amitie entstand als ehrgeiziges Infrastrukturprojekt der senegalesischen Regierung in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Staat ließ es mit Hilfe ausländischer finanzieller Mittel bauen, und das Stadion wurde 1985 feierlich als größte Sportarena des Landes eröffnet, die etwa 60.000 Zuschauer fassen kann. Der Name Amitie (Freundschaft) spiegelte den damaligen senegalesischen Fokus auf internationale Zusammenarbeit und panafrikanische Solidarität wider.

Bau und Eröffnung

Der Bau verlief in der ersten Hälfte der 80er Jahre, und die Fertigstellung der Arena im Jahr 1985 gab Senegal ein Stadion, das den CAF-Standards (Confederation of African Football) entsprach. Die modernistische Architektur des Stadions mit überhängendem Dach der Tribünen und einer offenen Leichtathletikbahn war zu dieser Zeit für Westafrika außergewöhnlich. Die Kapazität von über 60.000 Plätzen machte es zu einer der größten afrikanischen Arenen in dieser Zeit.

Wichtige Renovierungen

Im Laufe der Jahre wurde das Stadion ständig renoviert, um den wachsenden Anforderungen von FIFA und CAF gerecht zu werden. Eine wichtige Modernisierung erfolgte vor der AFCON 1992, als Senegal das Turnier ausrichtete -- das Stadion wurde mit Anpassungen der Tribünen, Einrichtungen für die Spieler und Medien aufgefrischt. Weitere Renovierungen fanden anlässlich verschiedener afrikanischer Meisterschaften und Qualifikationskampagnen statt. Im Jahr 2001 wurde das Stadion zu Ehren von Léopold Sedar Senghor umbenannt, der im Jahr 2001 starb, wodurch Senegal ihm als „Vater des Landes“ und weltberühmtem literarischen Genie Tribut zollte.

Denkwürdige Momente

Der bedeutendste Moment in der Geschichte des Stadions war die Austragung der Gruppe AFCON 1992 (Afrikanischer Nations Cup), als Senegal das Turnier ausrichtete und das Stadion von jubelnden heimischen Fans gefüllt war. Das Stadion war Zeuge des Aufstiegs der senegalesischen Stars auf der internationalen Bühne -- legendarische Figuren des senegalesischen Fußballs wie El Hadji Diouf, Pape Bouba Diop und Henri Camara liefen hier über den Rasen. Der Qualifikationssieg zur WM 2002 -- das erste Mal, dass Senegal an einer Weltmeisterschaft teilnahm -- wurde genau hier gefeiert, und das Stadion wurde Teil des nationalen kulturellen Erbes.

Atmosphäre

Spieltag

Die Atmosphäre im Stade Leopold Sedar Senghor gehörte zu den intensivsten in ganz Westafrika. Die senegalesischen Fans sind bekannt für ihre farbenfrohen Kleider, das Trommeln von sabar und djembe und die kollektive Freude, die jedes internationale Duell in ein unvergessliches Spektakel verwandelt. Die Nationalfarben -- Grün, Gelb und Rot -- fluten die Tribünen bei jedem Spiel der Löwen von Senegal.

Fankultur

Die senegalesische Fankultur ist tief in den lokalen Musiktraditionen verwurzelt. Im Stadion erklingen traditionell die Trommeln sabar und die Posaunen, die Fans bringen bunte Fahnen mit und kleiden sich in nationale Kostüme. Lokale Ultras-Gruppen sowie informelle Gruppen treuer Anhänger bildeten Gesänge, die von Volksmusik inspiriert sind. Die Rivalität mit Côte d'Ivoire, Kamerun und Nigeria gehörte zu den intensivsten Duellen der kontinentalen Qualifikation, und das Stadion wurde für diese Begegnungen zu einem wahren Kessel. Die Kultur des Teilens von kalebash -- mit lokalem Bier bisap oder Saft bouye -- fügte den Spieltagen eine einzigartige soziale Dimension hinzu.

Große Spiele

Der absolute Höhepunkt war die Austragung der AFCON 1992, als Senegal die Gruppe ausrichtete -- das Stadion empfing die Nationalmannschaften aus Zaire, Nigeria und anderen großen afrikanischen Ländern. Ein weiteres denkwürdiges Ereignis waren die Heimqualifikationsspiele zur WM 2002 -- damals qualifizierte sich Senegal erstmals für die Weltmeisterschaft, und die Feiern auf dem Rasen und auf den Tribünen waren historisch. Stars wie El Hadji Diouf und Khalilou Fadiga traten hier vor einer Menge von Fans auf, bevor sie ihren triumphalen Schritt nach Korea und Japan antraten.

Praktische Infos

Das Stadion besuchen

Das Stade Leopold Sedar Senghor liegt im Stadtteil Léopold Sédar Senghor im westlichen Teil von Dakar, etwa 4-5 km vom historischen Stadtzentrum auf der Halbinsel Cap-Vert entfernt. Dakar ist ein internationaler Luftverkehrsknoten mit Direktverbindungen aus Europa -- der Flughafen Blaise Diagne International Airport (AIBD) liegt etwa 45 km vom Zentrum entfernt, der ältere Flughafen Yoff (Léopold Sédar Senghor) wurde 2017 geschlossen.

Anreise

  • Taxi (Car rapide / Taxi): Gelbe geteilt car rapides und Ndiaga Ndiaye Minivans sind das gängigste Verkehrsmittel in Dakar; vom Zentrum gelangt man in etwa 15-20 Minuten zum Stadion. Taxis ohne Taxometer -- Preis im Voraus vereinbaren.
  • BRT Dakar Bus Rapid Transit: Seit 2024 gibt es das BRT Dakar-System, das das Zentrum mit verschiedenen Stadtteilen verbindet -- überprüfen Sie die aktuellen Routen und Haltestellen in der Nähe des Stadions.
  • Auto: Gute Erreichbarkeit von den Hauptboulevards; Parkmöglichkeiten in der Umgebung sind an Spieltagen oft begrenzt.
  • Am Spieltag: Rechnen Sie mit erheblichem Verkehr; Dakar ist für seinen dichten Verkehr bekannt, planen Sie eine großzügige Zeitreserve ein.

Tickets und Führungen

Tickets für Ligaspiele sind an den Kassen des Stadions oder über die Föderation des senegalesischen Fußballs (FSF) erhältlich. Bei internationalen Spielen verkauft die FSF die Tickets oder die entsprechende Organisation (CAF, FIFA). Führungen außerhalb der Spieltage sind normalerweise nicht organisiert -- für Zugang empfehlen wir, die FSF oder die Stadionverwaltung zu kontaktieren.

Tipps für Besucher

  • Wann ankommen? Kommen Sie mindestens 45 Minuten vor dem Anpfiff -- die Warteschlangen an den Eingängen können lang sein und die Gepäckkontrollen gründlich.
  • Wie sich kleiden? Dakar hat ein ganzjährig warmes tropisches Klima; Abendspiele sind angenehm (um die 25-28 °C), aber tagsüber kann es heiß werden -- leichte Kleidung und Wasser sind notwendig.
  • Lokales Essen: Die umliegenden Stände bieten thieboudienne (Reis mit Fisch, das Nationalgericht), yassa (Hühnchen in Zitrone und Zwiebel mariniert) und frisches tropisches Obst zu sehr günstigen Preisen an.
  • Sicherheit: Das Zentrum Dakars ist für Touristen recht sicher; am Spieltag empfehlen wir, Wertsachen nicht unbeaufsichtigt zu lassen und auf Taschendiebstähle in der Menge zu achten.

Karte

So findest du das Stadion

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